The Battle at Elderbush Gulch (Die Schlacht um Elderbush Gulch)
USA 1914, 29 min
Regie: D.W. Griffith
Drehbuch: D.W. Griffith
Kamera: Billy Bitzer
Darsteller: Mae Marsh, Lilian Gish, Robert Harron, Lionel Barrymore, Harry Carey, u.a.
Musik und Ausführung: Schülerinnen und Schüler des Marie-Therese-Gymnasiums, Erlangen
Leitung: Harald Luft

Filmkopie: Filmmuseum München

 

 

Synopse
Um die Schoßhunde seiner Schwester zu retten, erschießt ein junger Cowboy den Sohn des Indianerhäuptlings, der die Hunde in einer Zeremonie schlachten wollte. In den folgenden Indianeraufstand werden die Familie des Mädchens, ein junges Paar und ihr Säugling, ein aufrechter Cowboy und die Kavallerie verwickelt, die in buchstäblich letzter Sekunde die weißen Siedler retten kann.

"Innerhalb von 20 Minuten entwickelt Griffith aus einem banalen Zwischenfall eine komplexe Geschichte, in der sich vier Handlungsfäden entwickeln [...], und führt sie zu einem der aufregendsten Höhepunkte, die ein Film dieser Zeit hatte, wieder zusammen, um dann die tumultuöse Geschichte mit einem erheiternden Moment abzufangen. Die Kampfszenen sind strategisch und optisch dynamisch arrangiert und meist aus der Feldherrnhügel-Perspektive aufgenommen, die dann auch im Bürgerkriegsfilm [The Birth of a Nation, Anm. d. Aut.] die gewaltigsten Perspektiven liefert. 'Der Film beginnt langsam, und er steigert behutsam sein Tempo, je mehr Leute und je mehr Gewalt auftreten. Seine aufregendsten visuellen Höhepunkte bilden die Details, die Griffith großen, einfachen Bewegungen gegenüberstellt, die, meist von oben gesehen, durch weite Landschaften hindurchgehen [...]' (Jay Leyda, Filmkritik)". (Hembus)

The Battle at Elderbush Gulch vereinigt also bereits jene Stilelemente, die D.W. Griffith zum "Vater der Filmsprache" machen sollten. Seine Mischung aus Action und sentimentalem Melodram ist dabei durchaus typisch für die Entstehungszeit und für den Regisseur, der dieses Rezept (inklusive der Rettung in letzter Minute) zwei Jahre später in seinem Bürgerkriegsepos The Birth of a Nation zu voller Blüte bringen sollte.

Zur Vertonung
The Battle at Elderbush Gulch wurde bei den 6. StummFilmMusikTagen 2001 von Schülerinnen und Schülern des Marie-Therese-Gymnasiums unter der Leitung von Martin Joerchelt und Harald Luft vertont.
Die Leitlinie für die Vertonung ist, möglichst vielseitig die Fähigkeiten und Begabungen aller Mitwirkenden einzusetzen. Dabei sind ganz unterschiedliche Impulse und Ideen in die Arbeit eingeflossen. Auch bleibt es nicht bei einer rein musikalischen Vertonung, sondern der Reiz der akustischen Darstellung soll vor allem in Abwechslung und Kontrast vielseitiger Mittel liegen: traditionelle Instrumentalklänge und Improvisationen, Geräusche, aber auch Computer-Sounds und gesprochene, witzige Kommentare zu einzelnen Szenen bis hin zu Rap-Einlagen werden abwechselnd die Filmszenen begleiten.
Gestaltet werden die Sequenzen diesmal hauptsächlich von jüngeren Schülerinnen und Schülern der 7. und 10. Jahrgangsstufe. Die Percussioneinstudierung hat Martin Joerchelt übernommen, die Koordination liegt in den Händen von Harald Luft.

 

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