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Charlie Chaplin-Programm Musik und Ausführung: Yogo Pausch |
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Easy
Street USA 1917 Regie und Buch: Charles Chaplin mit: Charles Chaplin, Edna Purviance, Eric Campbell, Henry Bergman, Albert Austin |
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Adventurer (Der Abenteurer) USA 1917 Regie und Buch: Charles Chaplin mit: Charles Chaplin, Edna Purviance, Eric Campbell, Henry Bergman, Albert Austin |
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In The Adventurer gelingt es dem Sträfling Charlie mit allerlei Tricks seinen Verfolgern zu entkommen. Auf der Flucht rettet er eine schöne junge Frau und deren massigen Verlobten vor dem Ertrinken. Charlie wird aus Dankbarkeit als Gast des Hauses aufgenommen und muss nun gleichzeitig die Tochter des Hauses umwerben und seine Enttarnung durch den eifersüchtigen Verlobten verhindern. Die Mutual-Komödien "Im Februar 1916, nur zwei Jahre nach seinem amerikanischen Debüt bei Keystone und ein Jahr nach seinem Wechsel zu Essanay, ist Chaplin bereits ein gefeierter Kinostar. Als die Konkurrenzfirma Mutual (die gleichzeitig den Verleih für Keystone betreibt) den Künstler übernehmen möchte, muss sie in einen regelrechten Preiskampf einsteigen: Chaplin stellt immer höhere Forderungen -und als er einwilligt, liegt das Mutual-Angebot bei 670 000 Dollar für die Produktion von zwölf Kurzfilmen. Innerhalb von zwei Jahren hat der Künstler sein Gehalt verzehnfacht, und Essanay entgeht eine wahre Goldmine. Chaplin wird zum bestbezahlten Schauspieler der damaligen Kinogeschichte, noch vor dem Leinwandstar Mary Pickford. 50 Jahre später erinnert er sich an diese Zeit als die glücklichste seiner Laufbahn: 'Ich war siebenundzwanzig Jahre alt, meine Aussichten waren einfach märchenhaft, und die Welt bot mir Freundschaft und Ruhm. In kurzer Zeit würde ich Millionär sein - das alles kam mir etwas verrückt vor', schreibt er in seiner Autobiografie. Tatsächlich werden dem Künstler alle erdenklichen Mittel zur Verfügung gestellt. Um seine Filme zu produzieren, gründet Mutual eigens die Lone Star Film Corporation. [...] Was die Schauspieler betrifft, hat Chaplin der Essanay die besten Akteure weggeschnappt: die schöne Edna Purviance, die er sozusagen nach seinen Vorstellungen geformt hat, Charlotte Mineau für die weiblichen Nebenrollen, den jungen Lloyd Bacon, Leo White, F. J. Coleman und J. Kelly. Allerdings verliert er auch sehr gute Komiker wie Ben Turpin oder Billy Armstrong, die dem Ruf konkurrierender Filmunternehmen folgen oder für andere Mutual-Produktionen arbeiten. Chaplin engagiert deshalb neue Mimen: Albert Austin, den er noch von Keystone kennt, Leota Bryan, eine junge Musical-Interpretin aus Chicago, und den dicken Eric Campbell, der extra seinen Job in einer Erfolgsrevue aufgibt, um bei dem Regisseur mitarbeiten zu können. [...] Die Rahmenbedingungen sind also hervorragend, und Chaplin geht mit voller Kraft ans Werk: 16 Monate lang wird er sich Tag und Nacht mit den Drehbüchern, der Produktion, Regie und Interpretation der [...] zwölf kleinen [Mutual-]Meisterwerke befassen, in denen sich lebendige Ausdruckskraft mit feinem Humor, beißender Ironie und zarten Emotionen paart. Die Essanay diente dem jungen Chaplin als Sprungbrett, die Mutual verleiht ihm Flügel." (David Shepard) Seitenanfang
Chaplin über
Easy Street Chaplin erklärt dazu 1917 in der Zeitschrift Reel Life: "Wenn es einen Menschentyp gibt, auf den es irgendjemand auf der ganzen weiten Welt mehr abgesehen hat als auf irgendjemand andern, dann ist das der Polizistentyp. Natürlich kann man den Polizisten nicht wirklich dafür verantwortlich machen, daß die Öffentlichkeit Vorurteile gegen seine Uniform hat - das ist nur die normale menschliche Abneigung gegen jede Art von Autorität-, aber trotzdem sieht es jeder gern, wenn's dem 'Copper' an den Kragen geht. Also muß ich mich erst einmal beliebt machen, indem ich meinen Freunden zu verstehen gebe, daß ich gar kein richtiger Polizist bin, sondern nur einen Spezialauftrag auszuführen habe - nämlich einen üblen Rabauken ordentlich die Leviten zu lesen. Natürlich habe ich alle Hände voll zu tun, mit so einem Auftrag fertigzuwerden, und ich habe die Sympathie des Publikums auf meiner Seite, aber ich habe auch das Element der Spannung, das in einer Filmhandlung unerläßlich ist. Man geht natürlich davon aus, dass der Polizist den kürzeren zieht, und man ist äußerst gespannt, wie ich meinem offensichtlich ungleichen Kampf mit dem Wüterich Campbell abschneiden werde. Ein weiterer Kontrast besteht zwischen meinem komischen Gang und den allgemeinen komischen Zwischenfällen - und der herkömmlichen Vorstellung von der Würde, die ein uniformierter Polizeibeamter ausstrahlen sollte." Seitenanfang Chaplin über
The Adventurer "Meine Filme
sind alle um die Idee herumgebaut, daß ich in Schwierigkeiten
gerate und damit die Chance bekomme, mich verzweifelt ernsthaft darum
zu bemühen, als normaler kleiner Herr zu erscheinen. Deshalb ist
es mir auch so wichtig, egal wie hoffnungslos meine Lage auch sein mag,
meinen Stock festzuhalten, meine Melone geradezurücken und meine
Krawatte zu richten, auch wenn ich gerade auf dem Kopf gelandet bin.
Eric Campbell
(1870?-1917) Edna Purviance
(1895-1958)
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Mehr Infos zu Charles Chaplin finden Sie auf den Seiten der Chaplin Association oder auf der The Charlie Chaplin Museum Heritage Site. |
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