Bereits seit 1997 organisiert der als gemeinnützig anerkannte Verein (a)synchron e.V. in ehrenamtlicher Arbeit dieses viertägige Stummfilmfestival mit Live-Musik im zweijährlichen Turnus. In den Zwischenjahren gibt es jeweils ein eintägiges Intermezzo.
Anliegen des Vereins ist die Förderung und Pflege deutscher und internationaler Filmkultur, die vor allem durch die qualitativ hochwertige Aufführung von Stummfilmen in all ihren Facetten erreicht werden soll. So finden neben den Klassikern auch weniger bekannte Genres, wie das Kriminalserial, der Western oder der Dokumentarfilm, sowie neuere Stummfilmproduktionen Beachtung. Höchster Wert wird dabei auf die Vorführqualität im zu diesem Zwecke eigens umgebauten barocken Markgrafentheater Erlangen gelegt. Neben exzellenter Stummfilmtechnik und großer Leinwand steht dabei die Kopienqualität an erster Stelle. Aufgeführt werden (sofern vorhanden) ausschließlich restaurierte und rekonstruierte Fassungen in der besten erhältlichen Qualität als 35mm-Stummfilmkopien, die aus in- und ausländischen Archiven beschafft werden. In einer abwechslungsreichen Mischung des Filmangebots ergänzen sich dann Klassiker, Populäres, Raritäten und Avantgarde.
Ausdrückliches Ziel ist es, durch die Aufführungen Stummfilme einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, historische Filmkultur in seiner Vielfalt zu präsentieren, sie lebendig zu halten und dadurch die Arbeit der Archive, Fernsehanstalten und Firmen zu würdigen und zu unterstützen, die sich um den Erhalt, die Restaurierung und/oder Rekonstruktion von Stummfilmen verdient machen.
Besonderes Augenmerk schenkt (a)synchron e.V. der musikalischen Begleitung der Filme. Herausragende Ensembles spielen live Originalmusiken und innovative Neukompositionen, die sich intensiv und sensibel mit den stummen Bildern, ihrer Geschichte(n) und ihrer Ästhetik auseinandersetzen. Die Musik übernimmt daher eine wichtige Vermittlerfunktion zwischen zeitgenössischem Publikum und historischem Film. Zu diesem Zweck vergibt (a)synchron e.V. regelmäßig Kompositionsaufträge an geeignete Künstler aus dem In- und Ausland.
Eine thematisch auf das jeweilige Programm abgestimmte Ausstellung, Publikumsgespräche, Einführungsvorträge zu einzelnen Filmen und ein Filmcafé (inkl. Slapstick-Brunch) runden das Programm ab.