Dr. Dieter H. Meyer,
geboren am 19.2.1948, hatte schon als Schulkind lebhaftes Interesse an
der Vergangenheit von Schallplatte, Radio und Kino. Das wirkte sich auf
sein weiteres Leben aus: er arbeitete als Filmvorführer, Rundfunkmechaniker,
Sprachlehrer und Archivar und ist heute hauptberuflich am Spracheninstitut
der Universität Erlangen als Medienwart für die Betreuung der
technischen Unterrichtsmittel zuständig.
Daneben betreibt er Forschungen auf dem Gebiet der Mediengeschichte. Dazu
gehört neben zutragender wie beratender Tätigkeit für das
Rundfunkmuseum der Stadt Fürth, bei dessen Förderverein er Mitglied
ist, vor allem das Anlegen eines eigenen medienkundlichen Archivs aus
Tonträgern, Schrift- und Bildmaterial, mit welchem nicht nur die
technik-, sondern auch die sozialgeschichtlichen Aspekte dokumentiert
werden sollen.
Vollzieht sich diese Arbeit naturgemäß eher im Stillen, so
bringt ihn seine künstlerische Tätigkeit als Stummfilmbegleiter
am Klavier schon eher an die Öffentlichkeit. Begonnen hat alles in
Erlangen, als das dortige Theater in der Garage eine Kinowerkstatt einrichtete
und dort auch stumme Filme gezeigt werden sollten. Man holte Dr. Dieter
H. Meyer, der damals noch literarische Abende musikalisch illustrierte
und Cafégäste mit Unterhaltungsmusik versorgte, auf dass der
stumme Film nicht stumm bliebe. Das war 1977.
Seither spielt Dr. Dieter H. Meyer für kommunale Kinos, Filmmuseen
und Bildungseinrichtungen wie z.B. das Deutsche Filmmuseum Frankfurt (Zusammenarbeit
mit Joachim Bärenz), das Nürnberger Filmhauskino (früher
Filmvilla), die LGB Zwischennutz (Zusammenarbeit mit Miller the Killer
und Yogo Pausch), den Uferpalast der Kinokooperative e.V. Fürth,
das Kino im Erlanger E-Werk, das Stadtkino Augsburg u.v.a.
Neben diesen ständigen Spielorten auf Anfrage auch reisende Tätigkeit,
so z.B. bei den Offinger Filmtagen, in Günzburg, Dillingen und Kempten.
Eben überall da, wo man sich an den stummen Film wagt und ihn originalgetreu
illustriert haben möchte.