Der Rosenkavalier-Film ist eines der frühen Beispiele multimedialer
Verwertung einer populären Oper und schien ein Garant für einen
großen Erfolg, den sich die österreichische Filmproduktionsgesellschaft
Pan-Film erhofft. Hugo von Hofmannsthal hatte ursprünglich die Filmidee.
Das Filmprojekt will er »als eine reine materielle Sache« verstanden
wissen. Von Anfang an pocht er darauf, die Filmhandlung nicht auf die Handlung
der Oper aufzubauen, ihm schwebt ein romanartiges Drehbuch vor, bei dem
die "Figuren der Oper die Dinge erleben, die der eigentlichen Handlung
der Oper vorausgehen". Da entscheidet sich die Pan-Film, ohne Hofmannsthal
zu informieren, für ein anderes Konzept: für einen Film, der eindeutig
auf den Widererkennungseffekt mit der Oper setzt und doch eine eigenständige
Filmkomödie darstellt. Dafür schreiben Ludwig Nerz und der Regisseur
Robert Wiene ein neues Szenarium.
Bei der Entwicklung des Drehbuchs orientieren sich die beiden Autoren an
der Handlung der Oper, die sie in großen Erzählblöcken zusammenfassen.
Analog zu den drei Akten der Oper gliedert sich die filmische Erzählung
in drei große Einheiten. Zwischen diese sind zwei Kriegsszenen gesetzt,
die die Welt des in der Oper abwesenden Marschalls vor Augen führen.
Er tritt als handelnde Person vor allem am Schluss in Aktion und befördert
mit seinem Auftritt beim Maskenfest der Marschallin die Auflösung der
amourösen Verwicklungen, die in der Oper bis zum Ende in der Schwebe
bleiben.
»Schauen Sie in meinen Entwurf der Filmhandlung hinein oder lassen
Sie sich daraus ein bisl vorlesen. Derselbe ist romanartig geführt:
er macht mit den Figuren bekannt oder - wenn man sie kennt - erzählt
er noch Neues von diesen alten Bekannten.«
Hugo von Hofmann an Richard Strauss, 1.1.1925
Die Umarbeitung der Oper in eine Instrumentalfassung nehmen die langjährigen Strauss-Mitarbeiter
Otto Singer und Carl Alwin vor, laut Filmkurier schon im Jahre 1924. Generalstabsmäßig
geplant ist der Einsatz der Strauss-Musik, ohne die der Film nicht gezeigt
werden kann. Die Musik wird für zwei Besetzungen angeboten: großes
Sinfonieorchester und Salonorchester. Bei der Umarbeitung der Oper werden
die Gesangsstimmen gestrichen und durch Zusätze bei einzelnen Instrumenten
ergänzt. Die Oper wird in ihrer Länge gekürzt, stellenweise
im Ablauf umgestellt und mit neuen filmischen Handlungselementen besetzt.
Insgesamt hat die Instrumentalfassung eine Länge von ca. 145 Minuten
und ist in zwei Akte aufgeteilt; mit dem Film zusammen wurde sie nach
der Uraufführung, die mit Pause 2 3/4 Stunden gedauert haben soll,
einteilig aufgeführt, nachdem Musik und Film auf ca. 2 Stunden gekürzt
waren. Für die musikalische Illustration der Welt des Marschalls
wurde zusätzlich Musik gebraucht, das Werk von Richard Strauss bot
dafür reichlich Material: den Präsentiermarsch »Die Brandenburgsche
Mars« in Des-Dur von 1905/06 (Op. AV 99), den "Königsmarsch"
in Es-Dur aus dem Jahre 1906 (Op. AV 100) sowie das dritte Stück
der »Lebenden Bilder zu den Feierlichkeiten der Goldenen Hochzeit
des Großherzogs und der Großherzogin von Weimar" (Op.
AV 89), entstanden 1892. Der "Militärmarsch in F-Dur« (Op.
AV 112) wird von Strauss eigens für den Film komponiert. Für
das Gartenfest greift man auf den "Wirbeltanz" aus der 1923
entstandenen "Tanzsuite nach Klavierstücken von François
Couperin" (Op. AV 107) zurück.
Aus der Figur des »Baron Ochs auf Lerchenau« schlagen die Filmautoren
am meisten Kapital bei ihrem Versuch, einen auf Breitenwirkung hin angelegten
Rosenkavalier-Film zu machen. "Der Ochs von Lerchenau ist ein Kavalier.
Roh, albern und geizig. Aber doch durch und durch Edelmann. So muß
die Rolle auch im Film gestaltet werden. Zweifellos eine wirkungsvolle
Filmfigur", wird Richard mit Strauss 1925 im Filmkurier zitiert.
Ochs zieht sich als unverwüstlich komische Gestalt durch den ganzen
Film und muss in einer Szene noch seiner eigenen Persiflierung zusehen,
wenn die Übergabe der "Silbernen Rose" in einem kleinen
Freilichttheater nachgespielt wird. Die Figur ist auf dem Jahrmarkt angekommen.
Hier zitiert sich der Film gewissermaßen selbst und stellt noch
einmal szenisch den vollzogenen Medienwechsel vor - von der Oper in den
Film, von der Hochkultur in die Massenkultur, von der Literaturoper in
eine Volks-Filmoper; oder Originalton Richard Strauss: »Wie
ich überhaupt davon überzeugt bin, daß der Rosenkavalier
einen Film abgeben wird, der dem Werk erst die rechte Volkstümlichkeit
zu verleihen berufen ist.«
(Filmkurier, 26.6.1925)
Die filmische Inszenierung liegt bei Robert Wiene und beginnt am 19.6.1925.
Gedreht wird an zahlreichen Außenschauplätzen und in den Studios
von Schönbrunn, am Klavier begleitet von Joseph Holzer, Kapellmeister
des Carl-Theaters. Wiene ist Mitte der 1920er Jahre ein populärer
Regisseur, vielbeschäftigt und in allen Filmgenres erprobt, vor allem
versiert in der Arbeit mit Schauspielern wie Conrad Veidt oder Fritz Kortner.
In Michael Bohnen hat er wieder einen großartigen Darsteller an
seiner Seite der auf der Opernbühne lange Jahre als »die«
Idealbesetzung der Rolle galt. Auf ihn sind viele Filmszenen zugeschnitten:
wie Ochs auf seinem Schloss ein Brief aus Wien überbracht wird, oder
die Auseinandersetzung zwischen ihm und Faninal, der sein Vermögen
gegen die Ansprüche seines künftigen Schwiegersohnes verteidigen
muss.
Ansonsten funktioniert die höfische Welt im Film vor allem als Staffage.
Der männliche Film-Oktavian, dargestellt von dem französischen
Schauspieler Jaque Catelain, hat nichts mehr von der zauberhaften Erscheinung
eines Mozart'schen Cherubinos, der für die Hosenrolle in der Oper
Pate stand. Auch die Besetzung der Rolle der Marschallin mit der jungen
Schauspielerin Huguette Duflos nimmt der Figur einiges von ihrer ursprünglichen
Reflexionskraft, die die Marschallin in der Oper als eine lebenskluge
und melancholisch über das Wesen der Zeit sinnierende Figur hat.
Von großer Direktheit und komödiantischer Wirkung sind dafür
die beiden Intriganten Annina und Valzacchi - ihr Gewerbe hat offenbar
in jeder Epoche Konjunktur - und Michael Bohnen, der seine Bühnepräsenz
bruchlos in die Filmwelt überträgt. Insofern trifft der Vorwurf,
den man dem Film wegen seiner männlichen Oktavian-Besetzung naserümpfend
gemacht hat, daneben. Müßig ist die Frage, ob Hosenrollen im
Film funktionieren, die Autoren haben anderes im Sinn und konstruieren
gerade mit den Figuren, die nicht zu den Protagonisten der Oper gehören,
eine burleske Handlung. Nicht umsonst ist es die Hofintrigantin Annina,
die zum Schluss das Ende fügt: kein sentimentales happy-ending, sondern
Resultat einer geschickten Intrige.
Die kleinen satirischen Spitzen, die sich der Film erlaubt, gehen im großen
Gepränge unter, mit dem sich der Film, der in der Presse als der
österreichische Großfilm des Jahres ankündigt wird, in
die Tradition aufwendig inszenierter Historienfilme einreiht. Hier schlägt
das Bemühen durch, einen Film zu produzieren, der in eine vergangene
Zeit entführt, und der sich sowohl an das breite Kinopublikum wendet
wie auch an die bis dahin »kinofernen« Schichten, als gelte
es, mit diesem Film bildungsbürgerliche Vorbehalte auszuräumen.
Wienes Film mag als Film konventionell wirken, doch ist das Film-Bild
nur ein Teil des Konzepts. Der andere ist die Musik, die im Zusammenwirken
mit den Bildern ein großes erzählerisches Potential entfaltet.
Was in der Filmmusik meist anders herum angelegt ist, dass die Musik nach
dem Film entsteht und sich ihm funktional anpasst, ist hier umgekehrt.
Die gespielte Musik (und nicht das Libretto) ist das Primäre; der
Film »bedient« mit seinen teilweise neu erfundenen Episoden
die Musik, bei der vor allem die populären Stellen der Oper zu einer
neuen Fassung umgearbeitet wurden, und auch die Choreographie der Darsteller
ist immer wieder ganz auf die Musik bezogen. lm Umgang mit seinem Lieblingswerk
zeigt sich Richard Strauss längst nicht so puristisch wie Hofmannsthal.
»Mei Musik paßt zu allem!«, wird er im Filmkurier zitiert.
Hier spricht der Musiker: rein satztechnisch ist es beim Rosenkavalier
möglich, die Stimmen zu streichen, ohne dass das Kompositionsgefüge
der Musik zerstört wird. An einigen Stellen müssen Teile der
gestrichenen Vokalpartien auf die Instrumente übertragen werden.
Zwangsläufig ergeben sich neue Bedeutungen, wenn die Musik auf andere
Handlungselemente trifft, die der Film wiederum verlangt, um als Komödie
zu funktionieren. Strauss war all dem gegenüber aufgeschlossen, sonst
hätte er kaum die Erlaubnis zu Änderungen und inhaltlichen Neubesetzungen
gegeben, bevor die Umarbeitung erfolgte.
Interessanter als die gerne kolportierte Geschäftstüchtigkeit
des Komponisten ist die Frage, ob es nicht musikalische Überlegungen
gab, die Strauss bewogen haben, beim Rosenkavalier-Film mitzumachen. Bei
der Verwandlung einer auf Vokalmusik fokussierten Opernmusik in instrumentale
Filmmusik entsteht eine Art programmmusikalische »Tondichtung«,
die die durch Text, Bühnenbild und Handlung gegebenen Inhalte nun
rein musikalisch transportieren muss. Dabei spielt die Leitmotivtechnik
eine wichtige Rolle, aber auch die von der Programmmusik her bekannten
Illustrationen und atmosphärischen Tableaus sowie pantomimisch oder
balletthaft zu verstehende musikalische Gestik. Alle diese Aspekte hat
Wiene in seine filmische Konzeption einbezogen.
Dass es Strauss mit dem Rosenkavalier-Film ernst war, zeigt auch ein Pressegespräch
anlässlich der von ihm dirigierten Londoner Filmpremiere im Tivoli,
erschienen in der englischen Fachzeitschrift Bioscope vom 15.4.1925: »Bereit
für weitere Filmadaptionen« lautet die Titelzeile, und im Text
folgt der Verweis auf die beiden Strauss-Opern Elektra und Salome, die
der Komponist für eine Verfilmung freigeben würde. Wie der Artikel
ausführt, habe sich Strauss mit seinen Arrangeuren bei der Umarbeitung
der Oper daran orientiert, dass die neu entstehende Film-Musik die Atmosphäre
der jeweiligen Szenen treffe und sich nicht weiter mit dem Problem exakter
Synchronisierung von Musik und Bild beschäftigt. Dies ist plausibel,
da bei der Umarbeitung der Oper und wohl auch bei der Drucklegung der
Begleitmusik der fertig geschnittene Film noch nicht vorlag.
Das nicht gelöste Problem der Synchronisierung überschattet
die Aufführungsgeschichte des Rosenkavalier-Films und bringt das
Unternehmen in Misskredit. Die Uraufführung des Films war aufführungstechnisch
ein mittleres Desaster, da Musik und Film nicht zueinander passen. Warum?
Der gedruckte Notensatz entspricht einer frühen Version des Films,
der für den Einsatz im Kino noch einmal gekürzt wurde, während
die bereits gedruckten Musikmaterialien unredigiert blieben.
Wie überlieferte Fotos belegen, war eine Reihe von Szenen gedreht
worden, die in der überlieferten Fassung nicht mehr vorhanden sind.
Selbst Sequenzen, für die zusätzlich Musik in die Instrumentalfassung
aufgenommen worden war, wurden eliminiert. Hier stoppte die Projektion
in Dresden, möglicherweise markiert mit Schwarzfilm. So wurden zahlreiche
Passagen rein musikalisch gegeben: "Das Orchester aber spielt den
Walzer, die Serenade, den (neu komponierten) Kriegsmarsch, den rhapsodisch
bearbeiteten Armeemarsch, das Terzett, das herrlich Adagio und viele andere
Kabinettstücke der Oper bis zum letzten Takt aus. Dann erst wird
durch Strauss selbst das Zeichen zur weiteren Vorführung durch den
Vorführer gegeben." (Licht-Bild-Bühne vom 11.1.1926). Eine
perfekte Synchronisierung erfährt der Film erst bei seiner Kinopremiere
im Berliner Capitol-Kino, die der erfahrene Kinokapellmeister Willy Schmidt-Gentner
geleitet hat; dafür war die Filmkopie auf eine Länge von weniger
als 2 Stunden gekürzt worden, nachdem die Dresdner Uraufführung
mehr als 2 1/2 Stunden gedauert hatte.
Dem Rosenkavalier-Film blieb der große Erfolg versagt, er ist in
der Praxis an dem gescheitert, was seine besondere Qualität ausmacht:
die Instrumentalmusik von Richard Strauss. Sie war laut Reichsfilmblatt
Bedingung, den Film aufführen zu können. Doch viele Kino-Orchester
hatten nicht die Zeit für die dafür notwendigen Proben. Für
die großen Opernhäuser mit Strauss-erfahrenen Sinfonieorchestern
war die Musik wiederum als Filmmusik keine Attraktion, trotz seiner Theateroptik
und vielfältigen Referenzen zur Aufführungsgeschichte der Oper,
wofür die Einbeziehung von Richard Strauss als Dirigent der nationalen
Filmpremieren steht. Dass der Film wieder schnell aus den Kinos verschwand,
hat u.a. mit dem Konkurs der Produktionsgesellschaft Pan-Film zu tun,
die den Film nach der Einführung des Tonfilms nicht mehr einsetzen
konnte. Der Rosenkavalier-Film als hybrides Produkt war, dem populären
Titel zum Trotz, schon in der Stummfilmzeit nicht einfach zu vermarkten
und landete unwillkürlich zwischen den Lagern der Hoch- und Massenkultur:
der Musikwelt als Film suspekt, für den Filmmarkt wiederum zu sehr
mit dem Geruch der Hochkultur behaftet - und in der Rezeption der folgenden
80 Jahre kaum gewürdigt, da der Film nach der Stummfilmzeit nur selten
mit der großen Orchester-Musik aufgeführt wurde.
Die ersten Schritte der Wiederentdeckung des Films lassen sich Ende der
1950er Jahre feststellen, als der damalige Präsident des Österreichischen
Filmarchivs (heute Filmarchiv Austria), Joseph Gregor (auch Librettist
der späten Strauss-Opern), den Auftrag gab, nach dem Film zu suchen,
und tatsächlich im Tschechischen Filmarchiv fündig wurde. Zur
Renaissance des Films haben dann später die Aufführungen mit
Salonorchesterbegleitung beigetragen, die Manfred Reichert (Dirigent der
1981 erfolgten Salonorchester-Einspielung) leitete, sowie Berndt Heller.
Unter seiner Leitung fand im Bundesarchiv/Filmarchiv Anfang der 1990er
Jahre eine Filmrestaurierung statt, bei der die Bildfassung der tschechischen
Kopie um Sequenzen einer im National Filmarchive London erhaltenen Kopie
ergänzt und z.T. nach der Musik "remontiert" wurde. Die
Bundesarchiv-Fassung endet nach der ursprünglich 7. Rolle des Films.
Von der gleichen Quellenlage ging die Rekonstruktion aus, die 2006 im
Filmarchiv Austria unter der Leitung von Nikolaus Wostry stattfand, da
der Rosenkavalier-Film nur in zwei Exportkopien überliefert ist,
bei denen jeweils die letzte (8.) Rolle fehlt: einer Nitrokopie mit englischen
Zwischentiteln (NFTVA London) und einer tschechisch getitelten (Narodny
Filmovy Archiv, Prag). Geht man von einer Premieren-Länge von 2969
m bzw. ca. 115' (bei 22 Bilder/sec) aus, sind insgesamt ca. 20' Film nicht
mehr erhalten. Die beiden Quellen wurden miteinander abgeglichen und nach
ihrer Umkopierung von Fumiko Tsuneishi zu einer neuen Fassung mit deutschen
Zwischentiteln montiert. Die Umkopierung erfolgte bei Synchrofilm, Wien.
Die zweifarbige Virage (durchgeführt bei Colorspace, Jan Ledecky
in Prag) folgt der Viragierung der beiden Nitro-Kopien.
Begleitend zur Quellensicherung fand die Einrichtung der Filmmusik durch
Bernd Thewes statt. Bei der Festlegung des Aufführungstempos war
eine historische Aufnahme der Filmmusik unter Richard Strauss entscheidend;
auf dieser Zeitbasis fand der Abgleich von Film und Musik statt. Grundsätzlich
war das Problem zahlreicher Musiküberhänge zu lösen. Leitfaden
in der Frage, was wegfällt und was nicht, waren Übereinstimmungen
zwischen Film und Musik in Hinblick auf personen- und situations-konstante
Leitmotive und programmmusikalisch indizierte Parallelitäten.
Die Rekonstruktion des Finales baut auf der Idee auf, den Film auch musikalisch
als "Komödie für Musik" enden zu lassen, und wurde
für Aufführungen des Films mit der Originalmusik konzipiert.
Die ursprünglich ca. 15-minütige Finalmusik wurde um ein Drittel
gekürzt und im Gewand einer viersätzigen Orchestersuite "reformuliert".
Der Entschluss zur Kürzung fußt auf dem Bestreben, den Film
zusammen mit der Musik als formal geschlossenes Film-Musik-Werk aufführbar
zu machen und der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Strauss-Musik
eine entsprechende visuelle Repräsentation braucht.
80 Jahre nach der Uraufführung des Films fand seine Wiederaufführung
mit Sinfonieorchester an historischer Stelle in der Semper-Oper Dresden
statt. ZDF/ARTE sicherte die Grundfinanzierung der Filmrestaurierung,
gab die Einrichtung der Musik durch Bernd Thewes und einen komplett neuen
Notensatz in Auftrag. Seine Fernsehpremiere wird der rekonstruierte Rosenkavalier–
Film im Frühjahr 2007 auf ARTE erleben, parallel erscheint in der
Edition Film + Text des Filmarchivs Austria eine DVD mit zahlreichen Bonus-Materialien.
(Nina Goslar, Spielfilmredaktion ZDF/ARTE)
Die StummFilmMusikTage haben nun eine Anpassung der bislang nicht gepsielten Strauss'schen Salonorchesterfassung zum Film beim Nürnberger Komponisten Stefan Hippe in Auftrag gegeben, die während der StummFilmMusikTage 2007 ihre feierliche Premiere erlebt.