In Go West verkauft Buster sein letztes Hab und Gut, um dem Ruf der alten Pioniere »Go West, Young Man« zu folgen. Ein Rancher stellt ihn, wenn auch widerwillig, als Cowboy ein, und seine Skepsis erweist sich als berechtigt, als Buster zum ersten Mal eine Kuh melken soll. Sein Verhältnis zu diesen Tieren bessert sich jedoch sehr schnell, und als die Herde zum Schlachthof getrieben werden soll, hat Buster die Kuh Braunauge so lieb gewonnen, dass er ihr bis zum Ende folgt, bzw. von ihr und der restlichen Herde durch die Stadt verfolgt wird. Bliebe noch zu erwähnen, dass der Rancher auch eine Tochter hat, die jedoch nur schwer im Popularitätstest mit der Kuh bestehen kann. Selten wurde die Besiedlung des Westens, Geschichte und Mythos zugleich, vergnüglicher ironisiert als in diesem Film.
Buster Keaton, der Meister des amerikanischen Slapstick, der selbst -
auch im wirklichen Leben wenig oder nie gelacht hat, stand schon im Alter
von vier Jahren zusammen mit seinen Eltern, Schauspielern der Music-Hall,
auf der Bühne. Nach einer Karriere als Schauspieler wandte er sich
dem Film zu und schuf einige der wichtigsten Stummfilme der amerikanischen
Slapstick-Zeit: Hard Luck, The Navigator, The
General um nur einige zu nennen.
Nach dem Durchbruch des Tonfilms wirkte er als Schauspieler u. a. in Sunset
Boulevard von Billy Wilder (1950) und Limelight von Charlie
Chaplin (1952) mit.