Felix the Cat war der erste Star des Zeichentrickfilms. Geschaffen wurde die Figur 1919 von Otto Messmer, der Felix 1919 in sein erstes Abenteuer, Feline Follies, schickte. Die Serie wurde schnell so erfolgreich, dass bereits sehr früh ein regelrechter Verkaufsboom um die Katze einsetzte. Obwohl sich das Design der Figur inzwischen etwas verändert hat, ziert Felix the Cat noch heute Uhren, Tassen, etc. Die frühen Felix-Cartoons haben indes nichts von ihrem Witz und ihrer anarchischen Dynamik verloren.
In Felix Wins and Loses klaut Felix einige Würste beim Metzger. Viel Spaß hat er damit allerdings nicht, denn die Würste sind verzaubert und erwachen zum Leben. In immer neuen Formen jagen sie nun die vorlaute Katze...
In Felix in Two-Lip Time jagt der schwarze Kater einer Maus bis auf ein Schiff hinterher und findet sich - nach heftiger Seekrankheit - in Holland wieder. Dort versucht er, das Herz einer holden Maid zu gewinnen und sich als Gärtner zu betätigen. Leider gießt er die Blumen mit Gin statt mit Wasser und auch die holde Holländerin bereitet Probleme...
In Felix the Cat as Romeeow ist es wiederum eine attraktive Katze, Prinzessin Felicia, deren Herz er u.a. in einem Ritterduell zu erobern sucht. Als dies fehlschlägt, baut er einen Radiosender, um seinen Minnegesang zu verbreiten und muß dabei mit allerlei Widrigkeiten fertig werden.
1915 ließ sich Max Fleischer sein Rotoscope patentieren, eine technische Neuerung, die es ermöglichte, auf bisher ungeahnt flüssige und dynamische Weise Zeichentrick- und Realfilm zu kombinieren. Mit dieser Erfindung ist eine neuartige Zeichentrickserie verknüpft: Out of the Inkwell, in der Ko-Ko der Clown und sein Erfinder Max interagieren. Alle Folgen der Serie wurden von Fleischer selbst inszeniert. Ko-Ko war die Hauptfigur in über 60 Cartoons bevor er in den dreißeiger Jahren zu einer Nebenrolle in den Filmen von Fleischers neuem Star Betty Boop umgewandelt wurde.
Bubbles: Als sich Koko beschwert, dass er keine Seifenblasen bekommt, schenkt ihm Max eine besondere Pfeife, mit der er alles herbei blasen kann, was er sich wünscht. Doch jede Seifenblase entwickelt ein Eigenleben und wird für Koko (und seinen Schöpfer) eine echte Herausforderung.
In Mother Goose Land unterhält Max Koko indem er ihm Figuren aus dem berühmten amerikanischen Kinderbuch Mother Goose malt.
In The Cure bekommt Max Zahnschmerzen. Jetzt müssen Koko und ein bebrilltes Kaninchen den schmerzenden Zahn ziehen...
1923 kämpfte Walt Disney noch immer mit seiner mäßig erfolgreichen Zeichentrickserie Laugh-o-Gram um Anerkennung und finanziellen Erfolg. Die Popularität von Fleischers Out of the Inkwell-Serie inspirierte ihn, Fleischers Erfolgsprinzip auszuprobieren und ein kleines Mädchen mit gezeichneten Figuren in der Serie Alice in Cartoonland interagieren zu lassen. Anstatt jedoch Fleischers Idee einfach zu kopieren, drehte Disney die Grundidee um und schickte eine nun reale Figur in eine Zeichentrickwelt. Alice, die ursprünglich von Virginia Davis dargestellt wurde, wird bei ihren Abenteuern von ihren Zeichentrickfreunden Julius und Pete unterstützt.
In Alice Solves the Puzzle müssen ihr die Freunde helfen, ein vertracktes Kreuzworträtsel zu lösen...
Wenn Sie sich weiter über das Thema informieren wollen, empfehlen wir Ihnen hier einige interessante
Websites zum Thema:
Ein Spezialdossier der Sendung Kino Kino befaßt sich mit der Geschichte
und der Technik des Animationsfilms. BR-Online bietet Informationen zu den Pionieren des "Zeichenfilms",
zu der weiteren Entwicklung des Genres bis in die Gegenwart, ein Trickfilmlexikon
und vieles mehr.
Einblicke in alle Aspekte des Animationsfilms verschafft Ihnen auch diese
Seite der Uni Oldenburg.
Im englischen Sprachraum ist Don Markstein's
Toonpedia eine der führenden Animations-Websites. Hier finden
Sie wirklich alles zu einzelnen Filmtiteln, ihren Machern und der Technik
von den Anfängen bis heute.
Ebenfalls auf englisch: The Big Cartoon Database
Zum Schluß noch ein Link zum Meister. Der hundertste Geburtstag Walt
Disneys wird ausführlich auf einer eigenen Website gefeiert.
Hier gibt es neben Filmographie und Biographie unzählige Extras.