Die Freudlose Gasse (D 1925)

Dauer:
146 min
Regie:
G.W. Pabst
Drehbuch:
  • Willy Haas
  • nach einem Roman von Hugo Bettauer
Kamera:
Theodor Sparkuhl
Darsteller:
  • Asta Nielsen
  • Greta Garbo
  • Gräfin Agnes Esterhazy
  • Werner Krauß
  • Valeska Gert
Musik:
Aljoscha Zimmermann
Ausführung:
Aljoscha und Sabrina Zimmermann
Filmkopie:
Filmmuseum München
Filmstill Greta Garbo in Die Freudlose Gasse

Inhalt

Wien in den Inflationsjahren nach dem Ersten Weltkrieg. Hinter den Fassaden der ehemals wohlhabenden Bürgerhäuser herrschen einerseits dumpfe Armut und Hunger und andererseits dekadenter Reichtum und Spekulationsgeist. Die neue "Oberschicht" in der einst gutbürgerlichen Melchiorgasse bilden die Händler, die ihre Machtstellung ausnutzen: Die Schneiderin Greifer betreibt im Hinterzimmer ein Bordell, und der Fleischer veräußert seine Ware nur gegen besondere Dienstleistungen.
In locker verwobenen Episoden entwirft Pabst ein realistisches Bild Wiens während der Inflationszeit, einen scharf kontrastierenden Bilderbogen von Armut und Verschwendung, Sexualität und Macht.

Filmstill Die Freudlose Gasse

Zur Filmfassung

Die freudlose Gasse wurde von diversen Zensurbehörden in Europa und vom Importeur in den USA fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt und gilt als einer der prominentesten Fälle der Zensurgeschichte. Im Filmmuseum München fand mit Unterstützung des Projekts Lumière eine umfassende Restaurierung statt, an der sich zahlreiche Filmarchive beteiligten. Ergebnis ist die vorläufig längste und inzwischen viragierte Fassung des Films von 3200 Metern.